
NIS-2 Umsetzungsgesetz – neue Pflichten für Unternehmen
Wer ist betroffen?
Das Gesetz unterscheidet zwei Kategorien:
Besonders wichtige Einrichtungen
- Betreiber kritischer Anlagen (KRITIS)
- Große Unternehmen bestimmter Sektoren (z. B. Energie, Transport, Gesundheit, IT-Dienstleister)
- Unternehmen mit
- ab 250 Mitarbeitende oder
- mehr als 50 Mio. € Umsatz und > 43 Mio. € Bilanzsumme
Wichtige Einrichtungen
- Unternehmen aus relevanten Branchen mit
- ab 50 Mitarbeitenden oder
- mehr als 10 Mio. € Umsatz und Bilanzsumme
Viele mittelständische Unternehmen fallen damit erstmals unter gesetzliche Cybersicherheits-Pflichten.
Zentrale neue Pflichten
IT-Risikomanagement (Pflichtprogramm)
Unternehmen müssen geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen einführen und dokumentieren, u. a.:
- Risikoanalyse und IT-Sicherheitsstrategie
- Incident-Management (Umgang mit Sicherheitsvorfällen)
- Notfallmanagement, Backups und Wiederherstellung
- Sicherheit der Lieferkette (Dienstleister, Anbieter)
- Sichere Entwicklung und Wartung von IT-Systemen
- Wirksamkeitskontrollen der Sicherheitsmaßnahmen
- Mitarbeiterschulungen zur IT-Sicherheit
- Kryptografie-Konzepte
- Zugriffskontrollen und Berechtigungsmanagement
- Multi-Faktor-Authentifizierung
Die Maßnahmen müssen dem Stand der Technik entsprechen und dokumentiert werden.

Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen
Erhebliche Cybervorfälle müssen an das Bundesamt für Informationssicherheit gemeldet werden:
- Innerhalb von 24 Stunden: erste Meldung
- Innerhalb von 72 Stunden: detaillierte Vorfallmeldung
- Nach spätestens 1 Monat: Abschlussbericht

Registrierungspflicht beim BSI
Betroffene Unternehmen müssen sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren. Frist: Spätestens 3 Monate, nachdem das Unternehmen als betroffene Einrichtung gilt.
Achtung: Die meisten Unternehmen hätten sich bereits zum 6.3.2026 registrieren müssen. Falls Ihre Organisation zu den wichtigen oder besonders wichtigen Einrichtungen gehört und Sie sich nicht registriert haben sollten, drohen empfindliche Bußgelder.
Verantwortung der Geschäftsleitung
Das Gesetz nimmt erstmals Geschäftsleitungen direkt in die Pflicht.
Geschäftsführer/Vorstände müssen:
- die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen aktiv steuern und überwachen
- die Einhaltung organisatorisch sicherstellen
- regelmäßig an Schulungen teilnehmen, um Risiken und Sicherheitsmaßnahmen bewerten zu können
Bei Pflichtverletzung droht persönliche Haftung gegenüber dem Unternehmen.
Die Condaris bietet kostengünstige NIS-2 Schulungen für Geschäftsleitungen an - remote oder bei Ihnen vor Ort.

Hohe Bußgelder bei Verstößen
Verstöße gegen NIS-2 können erhebliche Sanktionen auslösen:
Besonders wichtige Einrichtungen
- bis zu 10 Mio. € Bußgeld
- oder bis zu 2 % des weltweiten Jahresumsatzes
Wichtige Einrichtungen
- bis zu 7 Mio. € Bußgeld
- oder bis zu 1,4 % des weltweiten Jahresumsatzes

Ihr Weg zur NIS2-Compliance – mit Condaris
Ob Registrierungspflichten, technische Maßnahmen oder Krisenmanagement: Condaris begleitet Sie umfassend auf dem Weg zur NIS2-Compliance – von der ersten Analyse bis hin zur langfristigen Überwachung und Optimierung Ihrer Sicherheitsmaßnahmen.
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